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Berufe an der Carl-Hofer-Schule | Agrarwirtschaft

Gärtner/in

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Die Ausbildung im Gartenbau

In Deutschland wird nach dem dualen System ausgebildet. Dazu ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrags notwendig, der beim Regierungspräsidium (RP) in das Verzeichnis der Ausbildungsverhältnisse eingetragen wird. Der vom RP anerkannte Ausbildungsbetrieb ist an den Ausbildungsrahmenplan gebunden, der festlegt, welche Kenntnisse und Fertigkeiten im Laufe der dreijährigen Ausbildung vermittelt werden müssen.

Die Berufsschule vermittelt die theoretischen Ausbildungsinhalte nach dem Bildungsplan, der staatlich vorgegeben ist.

Die überbetriebliche Ausbildung vermittelt in Pflichtlehrgängen verbindliche Inhalte, damit alle Auszubildenden auch die Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt bekommen, die in den Ausbildungsbetrieben nicht schwerpunktmäßig behandelt werden. Die Teilnahme ist für alle Auszubildenden Pflicht.

Das Regierungspräsidium überwacht die Ausbildung und nimmt die Prüfungen ab. Die praktische und theoretische Zwischenprüfung im 2. Ausbildungsjahr (Fachstufe I) stellt fest, ob in der bisherigen Ausbildung Defizite vorhanden sind. Die praktische und theoretische Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung (Fachstufe II) führt zum Gesellenbrief als Gärtner.


Ausbildungsbetrieb

Der Ausbildungsbetrieb vermittelt theoretische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten nach dem Ausbildungsrahmenplan, der in der Ausbildungsordnung festgelegt ist. Die Betriebe erstellen einen betrieblichen Ausbildungsplan.

Berufsschule

Der Theorieunterricht richtet sich nach dem Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg:
Religion RL 1 Std.
Deutsch D 1 1 Std.
Gemeinschaftskunde GK 1 1 Std.
Wirtschaftskunde WI 1 2 1 Std.
Fachkunde FK 1 2 5 Std.
Fachrechnen FR 1 2 1 Std.
Praktische Fachkunde PF 1 Std.
Wahlpflichtfächer 2 Std.
Summe Wochenstunden 13 Std.
1 schriftliche Prüfungsfächer
2 Meldung der schriftlichen Prüfungsnote der Prüfungsfächer an die IHK

Der Unterricht für Gärtner/innen an der Carl-Hofer-Schule findet im Blockunterricht statt. D.h., dass die Schüler/innen immer an einem Block für eine Woche die Berufsschule besuchen. In einem Block können bis zu 39 Unterrichtsstunden gehalten werden. Die restliche Arbeitszeit verbringen die Auszubildenden in der praktischen Ausbildung im Betrieb.

Es gibt ca. 12 Blockwochen in einem Schuljahr, die in einem Blockplan zu Beginn des Schuljahres festgelegt sind. Den Blockplan können Sie > hier abrufen. Es gelten die üblichen Ferienregelungen.


Überbetriebliche Ausbildung

Die überbetriebliche Ausbildung ergänzt Ausbildungsinhalte der Berufsschule und des Betriebs. Die erfolgreiche Teilnahme an den Pflichtkursen ist Voraussetzung zur Zulassung zur Abschlussprüfung.

Der Unterricht an der Carl-Hofer-Schule

Die Carl-Hofer-Schule verfügt über 4 Klassenräume für die gärtnerische Ausbildung, die alle auf dem neuesten Stand der Technik mit PC, Drucker, Beamer und OH-Projektoren ausgestattet sind.

Zusätzlich gibt es für die praktische Fachkunde einen Unterrichtsraum mit Labor, ein Gewächshaus und eine Freifläche für gartenbauliche Projekte.

Im Gartenbau werden 7 Fachsparten unterschieden:

  • Gärtner Fachrichtung Baumschule
  • Gärtner Fachrichtung Friedhof
  • Gärtner Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
  • Gärtner Fachrichtung Gemüsebau
  • Gärtner Fachrichtung Obstbau
  • Gärtner Fachrichtung Staudengärtner
  • Gärtner Fachrichtung Zierpflanzenbau

Die Carl-Hofer-Schule hat 12 Fachklassen für Gärtner in drei Fachstufen:
L1GL1T   Grundstufe   Landschaftsgärtner
L1GL2T   Grundstufe   Landschaftsgärtner
L1GL3T   Grundstufe   Landschaftsgärtner, Friedhofsgärtner, Baumschuler, Obstbauer
L1GLZT   Grundstufe   Zierpflanzengärtner, Staudengärtner, Gemüsebauer
L2GL1T   Fachstufe I   Landschaftsgärtner
L2GL2T   Fachstufe I   Landschaftsgärtner
L2GL3T   Fachstufe I   Landschaftsgärtner, Friedhofsgärtner, Baumschuler, Obstbauer
L2GLZT   Fachstufe I   Zierpflanzengärtner, Staudengärtner, Gemüsebauer
L3GL1T   Fachstufe II   Landschaftsgärtner
L3GL2T   Fachstufe II   Landschaftsgärtner
L3GL3T   Fachstufe II   Landschaftsgärtner
L3GLZT   Fachstufe II   Zierpflanzengärtner, Staudengärtner

In der Fachstufe II werden folgende Fachsparten in Landesfachklassen unterrichtet:

  • Friedhofsgärtner (Stuttgart)
  • Baumschuler (Offenburg)
  • Obstbauer (Heilbronn)
  • Gemüsebauer (Heidelberg)

Die Lehrkräfte für die Klassen der Gärtner

Name Zeichen Funktion Fächer Kontakt
Burst, Andreas Bs Beratungslehrer FK, FR > Mail
Busath, Herbert Bt   RL, D, WI > Mail
Busath, Maria Bu   RL > Mail
Decker, Rosemarie De   PF-Floristik > Mail
Fingerhut, Katrin Ft   FK > Mail
Foos, Gerhard Fo   FK > Mail
Gerber, Constantin Ge Suchtprävention RL > Mail
Kammerer, Marita Ka   PF-Gartenbau > Mail
Ködel, Thomas   GK > Mail
Lumpp, Sabine Lu   D, GK, WI > Mail
Maibaum, Petra Mai Abteilungsleiterin FK, FR > Mail
Maurer, Georg Me   WI > Mail
Meinzer, Ina Mz   FK > Mail
Minack, Christian Mn   D > Mail
Otterbach-Haaser, Margarete Ot   FK, GK, WI > Mail
Potzy, Vilma Pz   FK > Mail
Wickenhäuser, Kurt Wr   PF-Gartenbau > Mail

Die Inhalte des Unterrichts

Die Inhalte des Unterrichts werden von den Bildungsplänen des Landes Baden-Württemberg definiert. Wir gehen an unserer Schule davon aus, dass die Schüler ein Bildungsniveau haben, das dem Hauptschulabschluss entspricht. Eventuelle Defizite können wir über Stützunterricht ausgleichen. In einzelnen Fällen haben wir die Möglichkeit, individuelle Fördermaßnahmen einzusetzen. Schüler mit Fachhochschulreife, Abitur oder abgeschlossener Berufsausbildung werden bei Verkürzung der Ausbildung auf 2 Jahre in die Fachstufe I eingeschult.

Religion RL
Im Religionsunterricht stimmen die Religionslehrer die Inhalte mit den Schülern ab. Der Religionsunterricht versteht sich als Ergänzung zu allgemeinbildenden Themen, als Stärkung der Persönlichkeit, und er vertieft religiöse und ethische Grundkenntnisse. Einzelne Klassen führen in Zusammenarbeit mit den Fachkundelehrern Projekte durch. Die Ergebnisse können Sie auf der Website der CHS verfolgen.

Deutsch D
Der Schwerpunkt des Deutschunterrichts liegt in der Vermittlung von sprachlichen Fähigkeiten im Zusammenhang mit der Berufsausübung. Dazu zählen Inhaltsangabe, Geschäftsbrief, Bericht, Protokoll, Erörterung, Verbalisierung von Grafiken, Verfassen von Referaten und Kundengespräche. Deutsch ist schriftliches Prüfungsfach.

Gemeinschaftskunde GK
Der Bildungsplan für GK umfasst gesellschaftliche, politische und soziale Themen. Gesellschaftlicher Wandel, Globalisierung, politische Bürgerbeteiligung und Fragen der internationalen Politik stehen im Vordergrund. GK ist schriftliches Prüfungsfach.

Wirtschaftskunde WI
Ein Schwerpunkt des WI-Unterrichts ist die Vermittlung von rechtlichen Grundlagen im Bereich der Ausbildung sowie im Vertrags- und Arbeitsrecht. Zusätzlich werden volks- und betriebswirtschaftliche Themen behandelt. Der Unterricht hat ein hohes Abstraktionsniveau. Die Schüler sollten am Ende der Ausbildung in der Lage sein, aktuelle wirtschaftliche Themen in den Medien zu verstehen und zu interpretieren. Die schriftlichen Prüfungsleistungen werden an das Regierungspräsidium gemeldet und gehen als Bewertung in die Abschlussprüfung ein.

Fachkunde FK
In der Fachkunde werden in der Grundstufe (1. Lehrjahr) und in der Fachstufe I (2. Lehrjahr) gemeinsame Inhalte für alle Fachsparten des Gartenbaus vermittelt: Botanik, Bodenkunde, Düngerlehre und Pflanzenkenntnis. In Projekten werden aber bereits zusätzlich fachspezifische Inhalte vermittelt.
In der Fachstufe II (3. Lehrjahr) werden an der CHS nur Landschaftsgärtner, Zierpflanzengärtner und Staudengärtner unterrichtet.

  • Für die Landschaftsgärtner liegt der Schwerpunkt bei der Baustellenabwicklung, der Technik im Galabau sowie der Verwendung der branchenspezifischen Materialien. Die Schüler legen eine schriftliche Prüfung im Fach „Betriebliche Zusammenhänge” ab.
    Zweites schriftliches Prüfungsfach ist „Pflanzenkenntnis”. Landschaftsgärtner haben eine verbindliche Liste von ca. 300 Pflanzen, die bis zur Abschlussprüfung gelernt werden müssen. Die Kenntnis von botanischen Namen sowie Gattungen und die Verwendung der Pflanzen sind Prüfungsinhalte.
  • Bei den Zierpflanzengärtnern liegt der Schwerpunkt auf der Gewächshaustechnik, Bewässerung und Kulturtechniken. Die Schüler legen eine schriftliche Prüfung im Fach „Betriebliche Zusammenhänge” ab.
    Zweites schriftliches Prüfungsfach ist „Pflanzenkenntnis”. Zierpflanzengärtner haben eine verbindliche Liste von ca. 300 Pflanzen, die bis zur Abschlussprüfung gelernt werden müssen. Die Kenntnis von botanischen Namen sowie Gattungen und die Verwendung der Pflanzen sind Prüfungsinhalte.

Fachrechnen FR
Insbesondere Flächen- und Volumenrechnen sind für die zukünftigen Gärtner von Bedeutung.

  • Im Galabau geht es z.B. um die Berechnung von Materialmengen, Gefällen von Grundstücken oder der Konstruktion von Treppen.
  • Im Zierpfanzenbau werden der Bedarf an Wassermengen, Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie der Energiebedarf von Gewächshäusern berechnet.

Zusätzlich werden für alle Fachsparten Grundkenntnisse in der betrieblichen Kalkulation erwartet.

Praktische Fachkunde PF
Der Unterricht in PF wird von einem/r Meister/in oder Techniker/in des Gartenbaus gehalten und stellt ein Bindeglied zwischen Theorie und Praxis dar. Insbesondere geht es um die Anwendung von Arbeitstechniken sowie die Auswertung von Versuchen. PF bereitet die Auszubildenden auch auf die praktische Abschlussprüfung vor.

Wahlpflichtfächer
In der Stundentafel für den Bildungsplan sind im Gartenbau 2 Std. pro Woche als Wahlpflichtfächer ausgewiesen. Die Schule bietet dabei Fächer an, die nicht verbindlich vorgeschrieben sind. Der Unterricht in den Wahlpflichtfächern hängt immer von der Lehrerversorgung ab. An der CHS wird z.B. für Zierpflanzengärtner das Fach „Beraten und Verkaufen” angeboten. Die Noten in den Wahlpflichtfächern werden im Zeugnis ausgewiesen.


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