Schule | Berichte
Schülerinnen und Schüler blicken in die Zukunft

Wie wird Corona unser Leben verändern?

In der Phase der digitalen Unterrichtsversorgung stellte ich meinen Schülerinnen und Schülern die Einschätzung von Zukunftsforscher Matthias Horx zur Verfügung. Der Text unter der Überschrift „Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020“ ist leicht im Internet zu finden. Ich bat meine Schülerinnen und Schüler um ihre eigenen Einschätzungen.

Antonia
Der Text, den Sie uns geschickt haben, ist sehr schön und schildert eine wünschenswerte Zukunft nach Corona, wie es sich jedermann erhofft, und er bringt einen zum Nachdenken. Allerdings zweifle ich ein wenig an der „neuen Welt“ und sehe es als fraglich an, ob diese Situation nicht doch wieder zu schnell in Vergessenheit gerät, wenn alles wieder „normal“ ist und jeder wieder sein Leben lebt wie vor Corona. Es wäre sehr schön, wenn die Höflichkeit ansteigen würde und bei Fußballspielen eine friedlichere Stimmung wäre. Ich selbst glaube auch, dass diese Zeit einiges verändert hat und die Kommunikation zwischen den Menschen sowie der Drang, spazieren zu gehen und sich mit Büchern zu beschäftigen, gestiegen ist. Jedoch bin ich gespannt, wie lange dieser Wandel anhält, oder ob dies auch nur für die Corona-Zeit gilt. Trotzdem waren die Gedanken des Zukunftsforschers sehr schön und ein guter neuer Start, den wir hoffentlich bald erleben dürfen.

Jenny
Ich habe den Text gerade fertig gelesen und bin begeistert. Ich wünsche mir wirklich, dass diese Zukunft auch tatsächlich so eintreten wird. Es gab mir beim Lesen Hoffnung, dass diese Krise wirklich etwas Schönes zur Folge haben könnte, vor allem da ich viele der genannten Entwicklungen in der „Vergangenheit“ auch genauso empfunden habe. Trotz der schlimmen Krise, in der wir uns befinden, trotz der vielen Toten/Erkrankten und der vielen Verzichte auf so schöne Dinge, die man vor allem jetzt im Frühling hätte unternehmen können, hat das Virus dennoch sichtbar gute Seiten. Die Umwelt erholt sich (holt sich das zurück, was der Mensch ihr genommen hat) und blüht wieder auf, Menschen wachsen viel mehr zusammen als zuvor und (was ich persönlich mit am besten finde) werden kreativer. Ich selbst merke das vor allem durch meine Familie und meine Freunde. Auch durch die sozialen Medien weiß ich, dass viele plötzlich anfangen zu basteln, zu puzzeln, zu lesen und mit ihrer Familie gemeinsam Spiele zu spielen und Filme zusammen zu schauen – was mich persönlich (diese Dinge habe ich schon immer sehr gerne und häufig gemacht) erfreut zu sehen, weil ich finde, dass solche Dinge sehr schöne Entwicklungen sind.

Auch Freunde durch Videoanrufe zu kontaktieren, wurde sehr schnell ein großer Trend, was ich selbst auch immer häufiger mache. So spricht/sieht man auch Freunde, zu denen man seltsamerweise schon sehr lange keinen Kontakt mehr hatte. Insgesamt gehen wir alle gerade durch eine harte Zeit, aber das Rührende ist, dass der Zusammenhalt und die Hoffnung jeden Tag deutlich spürbar ist. Ich hoffe sehr, dass wir das auch nach der (hoffentlich sehr bald) überstandenen Krise beibehalten. Diese Gedanken sowie ein Lächeln hatte ich, nachdem ich den Text zu Ende gelesen hatte, und wollte sie mit Ihnen hiermit teilen.

Valentin
[…] Die Verschwörungstheorien, die gerade in ihrer Anzahl explodieren, werden hoffentlich bald als das entlarvt, was sie sind: alles Schwachsinn!

Felix
[…] Die Menschen werden wieder schätzen, in die Kirchen, Moscheen und Synagogen gehen zu dürfen. Wahrscheinlich werden die Kerzenständer nicht ausreichen, an denen die Leute Kerzen für ihre Lieben und deren Nöte entzünden.

Chris
Es wäre prima, wenn endlich erkannt werden würde, dass Pflegeberufe, Berufe, die mit Kindern und Bildung zu tun haben, viel zu schlecht bezahlt werden und wichtiger sind, als bisher gedacht. Das Zweiklassensystem in der Medizin muss abgeschafft werden. Dann wäre alles auch finanzierbar. Medikamente und medizinisches Zubehör sollte wieder in Deutschland hergestellt werden. Bei allen Vorteilen der Globalisierung hat man hoffentlich jetzt erkannt, welche Schwächen das Outsourcing hat. Übrigens auch bei aller Liebe zur Digitalisierung: Der Unterricht mit einer Lehrkraft, die vor einem steht, bei der Mimik und Körpersprache wahrnehmbar ist, ist unersetzbar.

Anna
[…] Mir ist jetzt wieder klar geworden, wie wichtig eine Familie und mir meine ist. Wenn ich in Zukunft an meine Oma und an meinen Opa denke, besuche ich sie gleich und verschiebe es nicht mehr. Ich hoffe, dass ich diesen Gedanken nie mehr vergessen werde.

Bu

Corona-Projekt BKGD1
Die Klasse 3BKGD1 befasste sich damit, wie wir uns in Zukunft begrüßen werden, wenn das Händeschütteln weiter so verpönt bleibt.
Corona-Projekt BKGD1

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