“Ich gebe dir mein Ehrenwort”

Nov. 2026

Thea­ter gegen Ehr­ge­walt und patri­ar­cha­li­sche Strukturen

m Okto­ber spiel­te die Thea­ter­grup­pe Mensch: Thea­ter für den gesam­ten Fach­be­reich AV das Stück „Ich gebe dir mein Ehrenwort“. 

Zwi­schen Kind­heit und Erwach­se­nen­al­ter erle­ben Jugend­li­che gro­ße kör­per­li­che und see­li­sche Ver­än­de­run­gen: Die ers­te Lie­be, das Erwa­chen der eige­nen sexu­el­len Wün­sche, die Suche nach selbst­be­stimm­ten Lebens­wel­ten, eben­so wie nach fami­liä­rer Gebor­gen­heit. Kon­flik­te in der Schu­le, mit Mit­schü­le­rIn­nen und Eltern sind an der Tages­ord­nung. Im Kon­text der soge­nann­ten Fami­li­en­eh­re bekom­men die­se The­men eine neue Brisanz. 

Das Stück han­delt von Kon­flik­ten unter denen beson­ders Jugend­li­che aus patri­ar­cha­lisch gepräg­ten Fami­li­en lei­den: Kon­trol­le durch Fami­li­en­mit­glie­der, Iso­lie­rung von Mit­schü­le­rIn­nen, Ver­bot von Lie­bes­be­zie­hun­gen, Äch­tung von Homo­se­xua­li­tät, Jungfräulichkeit. 

Mit beein­dru­cken­dem Enga­ge­ment und Enthu­si­as­mus brach­ten die drei Schau­spie­le­rIn­nen von Mensch: Thea­ter ihr Stück auf die Büh­ne in der Aula und unter­bra­chen die Sze­nen immer wie­der, um mit sehr viel Empa­thie die Schü­le­rIn­nen in ihr Schau­spiel einzubeziehen. 

In den anschlie­ßen­den Work­shops konn­ten sich die Schü­le­rIn­nen in Dis­kus­sio­nen mit den Schau­spie­le­rIn­nen inten­siv zu den The­men des Stücks aus­ein­an­der­set­zen, ihre Mei­nung äußern und eige­ne Stand­punk­te hinterfragen. 

Finan­ziert wur­de die­se Ver­an­stal­tung durch das Minis­te­ri­um für Sozia­les, Gesund­heit und Inte­gra­ti­on aus Lan­des­mit­teln, die der Land­tag Baden-Würt­tem­berg beschlos­sen hat.