Beruf­li­ches Gymnasium

Schwer­punkt: Gestal­tungs-und Medientechnik

Bil­dungs­ziel: All­ge­mei­ne Hoch­schul­rei­fe (Abitur)
Dau­er: 3 Jah­re, Vollzeitunterricht
Vor­aus­set­zun­gen:Mitt­le­rer Bil­dungs­ab­schluss*
Alter­na­tiv: Ver­set­zungs­zeug­nis Gym­na­si­um Klas­se 10 (G8) oder Klas­se 11 (G9)
Kos­ten:kein Schul­geld
Anmel­dung:  bis 1. März über BewO

Wie alle Gym­na­si­en führt auch das beruf­li­che Gym­na­si­um zur All­ge­mei­nen Hoch­schul­rei­fe (Abitur). Die­se berech­tigt bun­des­weit zum Stu­di­um an allen Uni­ver­si­tä­ten und Hoch­schu­len. Das Beson­de­re ist jedoch, dass die Schwer­punkt­fä­cher in einem beruf­li­chen Pro­fil belegt wer­den. So kann jeder genau das spe­zi­el­le beruf­li­che Gym­na­si­um besu­chen, wel­ches am bes­ten zu den eige­nen Inter­es­sen und Nei­gun­gen passt.

Als Medi­en­schu­le rich­tet sich unser Ange­bot des­halb an alle, die ein Inter­es­se an Medi­en und Gestal­tung mit­brin­gen. So kön­nen bereits wäh­rend der Schul­zeit ers­te beruf­li­che Erfah­run­gen gesam­melt sowie Kennt­nis­se erwor­ben wer­den, die bei der spä­te­ren Stu­di­en- oder Berufs­wahl von Vor­teil sein wer­den. Gleich­zei­tig steht die Stu­dier­fä­hig­keit an Uni­ver­si­tä­ten, Fach­hoch­schu­len und Dua­len Hoch­schu­len für alle dort ange­bo­te­nen Fach­rich­tun­gen im Vordergrund.

Schwer­punkt

Unser beruf­li­ches Gym­na­si­um ver­mit­telt im Schwer­punkt Gestal­tungs- und Medi­en­tech­nik Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten aus allen Spar­ten des Designs – z.B. Gra­fik­de­sign, Medi­en­de­sign, Web­de­sign, Pro­dukt­de­sign und Ani­ma­ti­on. Es berei­tet auf eine Arbeits­welt vor, die zuneh­mend Anfor­de­run­gen in media­ler als auch in kon­zep­tio­nel­ler Hin­sicht stellt. Neben einer ers­ten beruf­li­chen Ori­en­tie­rung legt der Schwer­punkt also sowohl wich­ti­ge Grund­la­gen für die all­ge­mei­ne Berufs- und Stu­dier­fä­hig­keit als auch für eine medi­en­ori­en­tier­te Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um z.B. im Bereich Medi­en- oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign, Pro­dukt­de­sign, Medi­en­in­for­ma­tik oder Medi­en­ma­nage­ment. Die so erwor­be­nen Kennt­nis­se ver­schaf­fen unse­ren Absol­ven­tin­nen und Absol­ven­ten somit einen wert­vol­len Vor­sprung in Stu­di­um und Beruf.

Auf­bau und Fächer

Das beruf­li­che Gym­na­si­um baut als drei­jäh­ri­ges Ange­bot auf einem mitt­le­ren Bil­dungs­ab­schluss auf. Es umfasst die gym­na­sia­le Ober­stu­fe und ent­spricht zusam­men mit der Sekun­dar­stu­fe I somit dem klas­si­schen G9-Modell. Dies macht es auch für Wechs­ler aus dem acht­jäh­ri­gen Gym­na­si­um inter­es­sant, die ger­ne vom zusätz­li­chen Jahr pro­fi­tie­ren möch­ten und ein Inter­es­se an Medi­en und Gestal­tung mit­brin­gen. Die gym­na­sia­le Ober­stu­fe setzt sich zusam­men aus der Ein­gangs­klas­se und den Jahr­gangs­stu­fen 1 und 2. Das Ein­gangs­jahr dient der Anglei­chung des Wis­sens­stan­des der Schü­ler aus den ver­schie­de­nen Schularten.

Der Theo­rie­un­ter­richt im Schwer­punkt Gestal­tungs- und Medi­en­tech­nik wird beglei­tet von prak­ti­scher Arbeit am Com­pu­ter und in Werk­stät­ten. Die ver­mit­tel­te Theo­rie wird damit anschau­lich und nach­voll­zieh­bar und erlaubt den prak­ti­schen Trans­fer in die Berufs­bran­che. An der Carl-Hofer-Schu­le kom­men die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zudem in Kon­takt mit Medi­en­ge­stal­tern, Gra­fik­de­si­gnern, Buch­bin­dern, Off­set­dru­ckern, Foto­tech­ni­kern und Raum­ge­stal­tern und ler­nen den kom­plet­ten Work­flow von der Idee bis hin zur Pro­duk­ti­on eines Medi­en­pro­duk­tes ken­nen. Das Schwer­punkt­fach wird sechs Stun­den in der Woche unter­rich­tet und wird durch einen drei­stün­di­gen Com­pu­ter­un­ter­richt ergänzt.

In der All­ge­mein­bil­dung wird in der Ein­gangs­klas­se zwi­schen Pflicht­fä­chern, Wahl­pflicht­fä­chern und Wahl­fä­chern unter­schie­den. In den Jahr­gangs­stu­fen 1 und 2 fin­det der Unter­richt in Kur­sen statt (Kurs­sys­tem).

Ein­gangs­klas­se (Klas­se 11)Jahr­gangs­stu­fen (Klas­sen 12 und 13)
Pflicht­fä­cher
Gestal­tungs- und Medi­en­tech­nik, Deutsch, Eng­lisch, Geschich­te und Gemein­schafts­kun­de, Religion/Ethik, Sport, Mathe­ma­tik, Phy­sik, Che­mie, Computertechnik
Kur­se
Gestal­tungs- und Medi­en­tech­nik, Deutsch, Eng­lisch, Spa­nisch, Bil­den­de Kunst, Geschich­te und Gemein­schafts­kun­de, Religion/Ethik, Sport, Wirt­schafts­leh­re, Semi­nar­kurs Mathe­ma­tik, Phy­sik, Che­mie, Computertechnik
Wahl­pflicht­fä­cher
Spa­nisch (Niveau B)
Son­der­ge­bie­te der Technik
Schwer­punkt JS 1
U.a. Pro­jekt- und Design­ma­nage­ment, Design­ge­schich­te, Kon­zep­ti­on und Gestal­tung von Pro­duk­ten, Fer­ti­gung von Pro­duk­ten, Kon­zep­ti­on und Gestal­tung von Publi­ka­tio­nen, Pro­duk­ti­on von Printmedien
Wahl­fä­cher
Spa­nisch (Niveau B)
Son­der­ge­bie­te der Technik
Schwer­punkt JS 2
U.a. Medi­en und Gesell­schaft, Kon­zep­ti­on und Gestal­tung digi­ta­ler Anwen­dun­gen, Pro­duk­ti­on digi­ta­ler Anwen­dun­gen, Pro­duk­te und Gesell­schaft, Rede­sign von Pro­duk­ten, Medi­en­recht, Pro­jekt­ar­beit 

Vor­aus­set­zun­gen (*)

Grund­sätz­lich rich­tet sich die drei­jäh­ri­ge Auf­bau­form an Inter­es­sen­tin­nen und Inter­es­sen­ten mit einem mitt­le­ren Bil­dungs­ab­schluss sowie an Wechs­ler aus dem all­ge­mein­bil­den­den Gym­na­si­um oder der Gemein­schafts­schu­le. Die Zugangs­vor­aus­set­zun­gen vari­ie­ren dabei je nach Form der bis­her besuch­ten Schule:

  • Real­schu­le und Werk­re­al­schu­le: 
    Real­schul­ab­schluss oder Werk­re­al­schul­ab­schluss (10. Klas­se) mit Noten­durch­schnitt von min­des­tens 3,0 aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathe­ma­tik und Eng­lisch. In jedem die­ser Fächer min­des­tens die Note „aus­rei­chend“.
  • Beruf­li­che Schu­le:
    Auf einer beruf­li­chen Schu­le erwor­be­ner, dem Real­schul­ab­schluss gleich­wer­ti­ger Bil­dungs­stand mit Noten­durch­schnitt von min­des­tens 3,0 aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathe­ma­tik und Eng­lisch. In jedem die­ser Fächer min­des­tens die Note „aus­rei­chend“.
  • Gemein­schafts­schu­le:
    Ver­set­zung nach Klas­se 10 in eine gym­na­sia­le Ober­stu­fe oder Fach­schul­rei­fe, jeweils mit Noten­durch­schnitt von min­des­tens 3,0 aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathe­ma­tik und Eng­lisch. In jedem die­ser Fächer min­des­tens die Note „aus­rei­chend“.
  • Gym­na­si­um (G8):
    Ver­set­zung in die Klas­se 10 eines all­ge­mein­bil­den­den Gym­na­si­ums. Kei­ne Notenhürde.
  • Gym­na­si­um (G9):
    Ver­set­zung in die Klas­se 11 eines all­ge­mein­bil­den­den Gym­na­si­ums. Kei­ne Notenhürde.

Wich­tig: Eine Auf­nah­me ist nur mög­lich, wenn zu Schul­jah­res­be­ginn der Ein­gangs­klas­se das 19. Lebens­jahr oder – bei Nach­weis einer abge­schlos­se­nen Berufs­aus­bil­dung – das 22. Lebens­jahr noch nicht voll­endet ist. Beim Vor­lie­gen beson­de­rer Umstän­de kann der Schul­lei­ter Aus­nah­men zulassen.

Koope­ra­ti­on

Unser Ange­bot fin­det in enger Koope­ra­ti­on mit der Carl-Eng­ler-Schu­le statt. Auf die­se Wei­se pro­fi­tie­ren unse­re Schü­le­rin­nen und Schü­ler von dem, was bei­de Schu­len am bes­ten kön­nen: Die Carl-Hofer-Schu­le blickt auf eine mehr als 100-jäh­ri­ge Bil­dungs­er­fah­rung in krea­ti­ven Berufs­fel­dern zurück und stellt neben ihrer künst­le­risch-gestal­te­ri­schen Kom­pe­tenz auch ihre erst­klas­si­ge media­le Aus­stat­tung zur Ver­fü­gung. Die Carl-Eng­ler-Schu­le führt ihre Schü­le­rin­nen und Schü­ler bereits seit Jahr­zehn­ten erfolg­reich zum Abitur und deckt an ihrem Stand­ort den all­ge­mein­bil­den­den Teil des Bil­dungs­gan­ges ab. All­ge­mein­bil­dung und Schwer­punkt­fä­cher sind dabei orga­ni­sa­to­risch opti­mal auf­ein­an­der abgestimmt.

Bewer­bungs­ver­fah­ren

  • Anmel­dung ab ca. Ende Janu­ar über das Por­tal BewO.
  • Min­der­jäh­ri­ge: Anmel­dung erfolgt durch die Erziehungsberechtigten.
  • Kön­nen nicht alle Bewer­be­rin­nen bzw. Bewer­ber, die die Auf­nah­me­vor­aus­set­zun­gen erfül­len, auf­ge­nom­men wer­den, fin­det ein Aus­wahl­ver­fah­ren statt.
  • Die Schul­lei­tung ent­schei­det über die Auf­nah­me und benach­rich­tigt die Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber bzw. die Erziehungsberechtigten.
  • Hin­weis: Im Rah­men des for­ma­len Neu­ein­rich­tungs­ver­fah­rens steht die Bereit­stel­lung des Bil­dungs­an­ge­bots unter dem Vor­be­halt der end­gül­ti­gen Zustim­mung des Gemeinderates.