Ein­bli­cke in das fran­zö­si­sche Buchbindehandwerk

März 2026

ERASMUS+ Auf­ent­halt in Paris

Im Novem­ber 2025 erhielt ich die Mög­lich­keit, mein Wis­sen und mei­ne Fähig­kei­ten in einer tra­di­tio­nel­len Werk­statt in Paris zu erwei­tern. Dies geschah im Rah­men von ERASMUS+, einem Pro­gramm der Euro­päi­schen Uni­on: Die­ses ermög­licht unter ande­rem Berufs­schü­lern einen Teil ihrer Aus­bil­dung im euro­päi­schen Aus­land zu absolvieren.

Ich habe mich beim Ziel­land bewusst für Frank­reich ent­schie­den. Die leben­di­ge Buch­kul­tur des Lan­des in Ver­bin­dung mit der Wert­schät­zung für tra­di­tio­nel­les Hand­werk war für mich ein gro­ßer Fak­tor. So fin­den sich in der Lan­des­haupt­stadt Paris über­durch­schnitt­lich vie­le hand­werk­li­che Buch­bin­de­rei­en und eine der weni­gen Schu­len, in denen man in Frank­reich die Buch­bin­de­rei erler­nen kann. Auch konn­te ich durch den Stand­ort mei­ne Sprach­kennt­nis­se stark verbessern. 

Mei­ne fran­zö­si­sche Meis­te­rin führ­te mich ein­mal kom­plett durch die Her­stel­lung mei­nes eige­nen Franz­ban­des, ein Buch mit einem auf­wän­dig gear­bei­te­ten Leder­ein­band nach fran­zö­si­scher Art. Was bei uns eine Son­der­ar­beit und Rari­tät ist war im Ate­lier des Ber­nard­ins das täg­li­che Geschäft. Dies gab mir einen aus­führ­li­chen Über­blick über den Ablauf und die fran­zö­si­schen Fach­be­grif­fe und ich konn­te die Fer­tig­kei­ten mei­ner Aus­bil­dung ver­tie­fen und inten­siv üben. 

Der Aus­tausch mit den erfah­re­nen Hand­wer­ke­rin­nen ermög­lich­te es mir somit, mir lan­des­spe­zi­fi­sches Wis­sen und Tech­ni­ken anzu­eig­nen. All das war für mich sehr wich­tig, da ich hof­fe nach der Aus­bil­dung in Frank­reich als Buch­bin­der zu arbei­ten. Der Aus­tausch hat sich für mei­ne beruf­li­che Zukunft somit als sehr wert­voll erwie­sen und ich habe dadurch schon eini­ge Kon­tak­te knüp­fen können.

M. E.
Azu­bi in der Buch­bin­de­rei des Kul­tur­am­tes Karls­ru­he im drit­ten Lehrjahr

Erasmus+